Cuna de Campeones

Angekommen in einer anderen Welt. Mit großer Vorfreude angereist, stellte sich kurz nach der Ankunft doch so etwas wie "Muffensausen" bei Raul ein. Raul hatte wahrscheinlich mehr mit den gesamten neuen Eindrücken die auf ihn einwirkten, und der Tatsache das er zum ersten mal große Strecke fahren musste, zu kämpfen , als mit dem eigentlichen Fahren. Mit dem zweiten Rennen am Sonntag, wahrscheinlich auch wegen eines defekten Motors, fand alles ein versöhnliches Ende und Raul hat wieder gekämpft bis zum umfallen.

Daraus ist er wieder gewachsen und man kann sagen, das er in der Cuna de Campeones angekommen ist.

1. Rennwochende- Circuit Valencia La Ribera   23.-24.3.2019

An unserem ersten Wochenende in der realen Motorradsportwelt wurden wir alle etwas überrascht. Vollkommen anders als gewohnt und als erwartet. In Endeffekt aber positiv. Wir sind ein neues Team, ohne jegliche Erfahrung in der MiniGP und müssen demzufolge lernen.

Raul war sowohl von der großen Strecke, welche er noch nie gefahren ist, wie auch mit den ganzen Einflüssen am Samstag etwas überfordert. Zum einen sein großer Traum und zum anderen auf einmal Real und mittendrin.

Große Strecke ist ein komplett anderes Kaliber wie große Outdoorkartbahnen. Raul musste sich während der Trainings und auch noch während des Qualis alles selbst erarbeiten. Wann , wie, wo, was, weil wir als "Aussenstehende" ihm nicht sagen konnten, was er wo zu machen hatte, weil wir es nicht sehen konnten und keinerlei Erfahrungen hatten.

Um so höher ist zu bewerten , das Raul, mit seinen 7 Jahren, es geschafft hat, sich selbst in die Lage gebracht zu haben, unsere Zielmarke von 115% mehr als deutlich zu unterschreiten. Das war schonmal Top.

Die Konkurrenz ist Mega und die anderen 11 Fahrer sind die besten von ganz Spanien. Das ist zum einen Gut , zum anderen Schlecht. Gut ist es weil er von den Besten lernen kann, schlecht ist es , das keine weiteren Frischlinge wie er dabei sind, das er Leute um sich hat mit denen er kämpfen kann. Daraus ergibt sich auch ein 12. Rang im ersten Rennen, wobei Raul seine eigene Zeit um 1 Sekunde verbesserte.

Das zweite Rennen war aber der Knotenplatzer. Ab der 2 Runde funktionierte der Motor nicht mehr und stotterte nur noch unter Volllast. Jetzt zeigte Raul Raul sein Kämpferherz und fuhr sogar noch 3 Zehntel Sekunden schnellere Rundenzeiten wie im ersten Rennen. Und das mit einem Motor wo wir ständig dachten, er kommt nicht wieder von der Runde. Das war eine Megaleistung . Wurde am Ende sogar mit Platz 11 belohnt.

 

Alles in allem wurde uns allen an diesem Wochenende klar, das wir mehr tun müssen und uns auf die neuen Gegebenheiten schnell einstellen müssen. Wir als Team haben einige Fehler gemacht,so hatte der Motor zu wenig Leistung, hatten wir die falschen Übersetzungen in Vorbereitung, die falsche Kette, und und und. Das müssen wir beim nächsten Mal abstellen und Raul versucht weiter an die Spitze heran zu kommen.